Demobericht – Escada Pelzfrei Nr. 2

„ESCADA ist schuldig, ESCADA macht mit, auf Kosten der Tiere ein Mordsprofit“ – da Escada weiterhin Pelz im SortimentFoto, anarichistische Flagge hängt am Münsteraner Rathaus führt und auch keine Anstalten macht, aus der lebensverachtenden Pelzindustrie auszusteigen, haben wir uns gestern zum wiederholten Male zum Protest vor Ort versammelt. Diesmal mit dabei: der WDR, der uns nach unseren Motiven, Forderungen und Erfahrungen befragt und einige Impressionen der Veranstaltung eingefangen hat. Das dürfte den Druck auf ESCADA weiter erhöhen. Doch unser Protest richtet sich natürlich nicht allein gegen ESCADA, sondern gegen die Logik systematischer Ausbeutung insgesamt, wie sie im Kapitalismus menschliche wie nichtmenschliche Tiere mitsamt deren Umwelt zielstrebig dahinrafft. Es braucht ein radikales Umdenken im Hinblick darauf, wie wir miteinander und der Erde, auf der wir alle Leben, umgehen. Wir müssen weg von dem Wahn, alles um uns und uns selbst allein nach ökonomischen Maßstäben der Verwertbarkeit zu bemessen und sollten stattdessen ein solidarisches Miteinander kultivieren; nur, wenn wir den Selbstwert allen Lebens inklusive der Natur anerkennen und aufhören, kopflos unsere Lebensbedingungen der Profitmaximierung zu opfern, ist eine befreite Gesellschaft möglich. Fragend und mit kleinen Schritten geht es voran. Danke auch an Neo C. für die musikalische Unterstützung

 

Foto, Personen halten ein Banner mit der Aufschrift "Wer Pelz trägt, trägt kein Statussymbol, sondern ein Armutszeugnis.

Foto, zwei Personen halten Banner mit der Aufschrift "Escada tötet"

Anmeldung eines Infostandes

Für das Anmeldung eines Infostandes In Münster ist das Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner. Dies muss mindestens zwei Wochen vor dem Stattfinden passieren, also müsst ihr es frühzeitig planen. In der Regel können Infostände entlang fester Standplätze in der Ludgeristraße direkt in der Innenstadt angemeldet werden.

Osterinfostand mit Aktivist*innen.
Osterinfostand mit Aktivist*innen.

Ob ihr einen ganzen Tag dort stehen wollt oder nur ein paar Stunden, entscheidet ihr. Früher abbauen geht immer, also ruhig etwas länger anmelden. Benötigt für einen Infostand wird dann logischerweise ein Tisch, der mit Informationsmaterial (Flyer, Kostproben, Anschauungsobjekten) ansprechend gestaltet werden sollte. Verkauft werden darf nichts, lediglich kann etwas gegen Spende herausgegeben werden.

Das passende Formular sowie die Kontaktadresse findet ihr hier (Antrag zum Aufstellen eines Informationsstandes)

 

 

 

Frank Springub
Tel. 02 51/4 92-32 24
Fax 02 51/4 92-77 49

Stadthaus 1 Klemensstraße 10,
48143 Münster
Raum 462
ordnungsamt@stadt-muenster.de

Anmeldung einer Demo oder Mahnwache

Anmeldung einer Demo oder Mahnwache
Die o.g. Veranstaltungen werden in Münster bei der Polizei angemeldet. Hierbei gilt die 48h Frist, das heißt, die Veranstaltung muss mindestens 48h vorher angemeldet werden und auch erst 48h nach dem Anmelden darf öffentlich für die Veranstaltung geworben werden. Auch die Möglichkeit der Spontandemo gibt es, da muss jedoch klar sein, dass diese nicht vorher geplant war.

Polizei beim Versprühen von Demokratie aus der Reizgasflasche.

Sinnvoll ist auch hier eine rechtzeitige Anmeldung, damit im Vorfeld noch ausreichend Werbung für die Veranstaltung gemacht werden kann (z.B. facebook-Event erstellen und teilen, Flyer auslegen, Material für die Veranstaltung bereitstellen …). Welche Hilfsmittel verwendet werden, muss alles mitangemeldet werden. Dazu gehören Banner, Transparente, Flyer, Megaphon, Straßenkreide, Kostüme … Der Standort bzw. die Demoroute sollte ebenfalls ganz genau bezeichnet (am besten auf einer Karte eingezeichnet oder mit Fotos vor Ort) werden, kann aber von den Beamt*innen vor Ort ggf. aufgrund der Sicherstellung des Straßenverkehrs geändert werden. Nicht fehlen sollten in der Anmeldung der*die Versammlungsleiter*in, ungefähre Personenanzahl sowie ab einer bestimmten Demogröße Ordner*innen.

Weitere Infos gibt es bei der Polizei NRW

Ansprechpartner*innen

Kreispolizeibehörde Münster
Friesenring 43
48147 Münster
Telefon: 0251 275-0
Telefax: 0251 275-2196
E-Mail: poststelle.muenster@polizei.nrw.de
Internet: www.polizei.nrw.de/muenster

Bericht Hambi-Demo 06.10.18

Foto zeigt Banner mit der Aufschrift "Stopp Kohle jetzt!"

Naturschutz gehört für uns zu Tierrechten und Tierbefreiung dazu. 
Nicht nur domestizierte Tiere brauchen unsere Stimme, auch die Lebewesen in der Natur sind auf uns angewiesen, besonders, wenn kapitalistische Großkonzerne ihre – und letztendlich auch unsere – Lebensgrundlage zerstören.
Aus diesem (und noch vielen anderen) Gründen hat sich ein großer Teil unserer Aktivist*innen am Samstag zur Großdemonstration für den Hambacher Wald aufgemacht. 
Der Wald steht dabei für viel mehr als sich selbst. Er ist zum Symbol geworden. Ein Symbol dafür, dass Konzerne keine Gewinne einstreichen können, während die Kosten von der Gesellschaft getragen werden. Ein Symbol dafür, dass vielen Menschen der Boden unter den Füßen und die Pflanzen und Tiere in ihrer Umgebung wichtiger sind als vermeintlicher günstiger Strom oder hohe Dividenden. Ein Symbol dafür, dass die Natur unser aller Lebensgrundlage ist und wir diese gegen gierige Manager und eine sterbende Branche verteidigen müssen.

Das Bild zeigt eine Sandkuhle.
Hier war RWE am Werk, jetzt ist alles eine tote Sandkuhle.

Über 50.000 Menschen kamen zu dieser Demo. 
Von Menschen, die bei der Besetzung des Hambis dabei waren, über Öko-Aktivist*innen, Anarchist*innen, Tierbefreier*innen, Umweltschützer*innen bis hin zu bürgerlichen Menschen mit ihren Familien.

Foto: Aus der Menge herausfotografiert, zeigt die Menschenschlange, die zum Demoort geht.
Eine scheinbar nicht enden wollende Gruppe an Menschen kam zur Demo

Wir freuen uns über eine solch rege Teilnahme von Aktivist*innen aus so vielen verschiedenen emanzipatorischen Kämpfen, aber auch, dass Menschen, die sonst vielleicht keine Demos besuchen, gemerkt haben, dass es sich lohnt für die eigenen Ideale auf die Straße (oder die Wiese) zu gehen.

Das positive Image des Hambis wurde auch von Parteien genutzt, ganz vorne mit dabei sind die Grünen.  Fast schon ironisch, könnte gemeint werden, haben die Grünen doch für die Abholzung des Hambis gestimmt.
Aber was tut eine Partei nicht alles für ein paar Wähler*innenstimmen.
Sie organisiert z.B. eine Anreise mit Bus, die über vier Stunden gedauert hat (und das gleiche zurück), damit die Demo vor Ort für sagenhafte 30 Minuten besucht werden konnte.
Wir hoffen, dass zumindest ein paar schöne Fotos für die Partei entstanden sind…

Eine Bitte zum Schluß:
Die Akitvist*innen arbeiten schon jetzt an neuen Barrikaden und Baumhäuser, und können sowohl Baumaterial als auch Verpflegung gut gebrauchen. Außerdem werden weiterhin Waldspaziergänge mit Führung angeboten. 
Dabei gilt natürlich: Auf den Wegen bleiben, keine Pflanzen platt treten und den Hinweisen der Aktivist*innen folgen (die kennen sich im Hambi aus!)
Weitere Infos hier.

Foto: zeigt einen Musiker mit mobilem Klavier.
Gute Stimmung kam durch die vielen musikalischen Beiträge!