Demo für Zirkusse ohne Tiere

„Tiere hinter Gittern ist doch Mist“ – U.a. diese unmissverständliche Zeile unseres extra zu diesem Anlass komponierten Liedes ertöne vergangenen Mittwoch unzählige Male direkt gegenüber dem Haupteingang von Charles Knie. Wir waren bunt, freundlich und zahlreich – der von Zirkus Charles Knie fleißig bemühte Mythos „militanter Tierschützer“ (äh okay?!) konnte unter diesen Umständen nicht aufrechterhalten werden. In einem zuvor in der WN (Überraschung…) publizierten Artikel wehrt sich Charles Knie gegen die Vorwürfe der Tierquälerei, indem darauf verwiesen wird, dass Gegner*innen von Tierzirkussen oft „aus menschlicher Sicht“ und „oft ohne Fachkenntnisse“ argumentieren.* Ja, es stimmt, menschlich ist es in der Tat, Freiheit für Tiere einzufordern und der unterstellte Mangel an Fachwissen ist zudem unerheblich, denn dass Lebewesen lieber in ihrem natürlichen Lebensraum denn hinter Gittern leben möchten, ist eine höchst banale und intuitive Erkenntnis. Das zu wissen, dafür braucht es kein zoologisches Studium, sondern allein Mitgefühl. Vielen Dank an alle, die da waren und die Demo unterstützt haben.

https://www.wn.de/Startseite/Startseite-Schattenressort/3743410-Zirkus-Charles-Knie-auf-dem-Schlossplatz-Katzenfluesterer-in-der-Manege

Wenn Tiere sprechen könnten..  Die Aktivis in Tierkostümen hielten folgende Plakate hoch: "Zirkus macht mich traurig" "Die langen Transporte stressen mich" "Ich will zu meiner Familie" "Ich will keine Kunststücke machen" "Mir ist so kalt hier in Deutschland" "Ich will frei sein" Wenn Tiere sprechen könnten..  Die Aktivis in Tierkostümen hielten folgende Plakate hoch: "Zirkus macht mich traurig" "Die langen Transporte stressen mich" "Ich will zu meiner Familie" "Ich will keine Kunststücke machen" "Mir ist so kalt hier in Deutschland" "Ich will frei sein"

Wir sagen Danke! [Soli-Brunch für RoC]

Wir sagen Danke!

Vergangenen Sonntag durften wir mit euch zusammen viele leckere Kuchen und andere Leckereien vermampfen. Und als wäre das nicht schon schön genug gewesen, gehen alle Einnahmen an roots of compassion!

Gemeinsam mit euch konnten wir genau 821 Euro sammeln, die wir dem Vegankollektiv übergeben dürfen. Wir hoffen einen Beitrag zum Erhalt des Online-Shops beitragen zu können.

An dieser Stelle möchten wir uns auch herzlich bei den lieben Menschen bedanken, die den Tisch in der Baracke mit so vielen tollen Kuchen gefüllt haben. Ein besonderer Dank für die Kuchenspenden geht an Sandra und Sven, Ruth und natürlich auch an das Bucks. vegan frengeln! Wir wissen es sehr zu schätzen, wie viel Zeit und Mühe ihr in eure leckeren Kreationen gesteckt habt!
Ein weiterer Dank geht an die beiden Künstler*innen von We Are Creatures, die mit ihrer Musik eine wunderbar entspannte Atmosphäre in der Baracke geschaffen haben.

Um roots of compassion auch weiterhin unter die Arme zu greifen, könnt ihr natürlich auch weiterhin Lebensmittel, Kleidung, Literatur oder andere Produkte unter https://www.rootsofcompassion.org/ kaufen.

Euch hat der Kaffee geschmeckt und ihr möchtet gern mehr davon?
https://www.rootsofcompassion.org/fairer-bio-cafe-fuego-y-p

Vielleicht sind ja auch ein paar Leuten die bunten Schokolinsen auf einem der Kuchen aufgefallen?
https://www.rootsofcompassion.org/mini-schokolinsen

Und denkt daran: Keine*r von uns braucht Wiesenwalder oder den Rügenwalder Hof oder wie sie alle heißen. Unterstützt weiterhin die Betriebe, die vegane Produkte aus Überzeugung herstellen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern.

„Ich esse auch nur Bio“

Immer wieder höre ich auf Veranstaltungen, dass die Person vor mir nur „Bio-Fleisch“ isst, nur „Bio-Eier“ konsumiert und auch nur „Bio-Milch“ trinkt.
Ganz davon abgesehen, dass „Bio“ keine Alternative darstellt, sondern die Tiere auch hier massiv leiden (dazu mehr an anderer Stelle), lässt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (also ein der Tierausbeutungsindustrie wohlgesonnenes Ministerium) diese Lügen auch schnell auffliegen. Natürlich möchte niemand zugeben, dass in seinem*ihren Namen Tiere gequält und brutal getötet werden, aber zwischen den Aussagen der Fleischkonsument*innen und der Realität liegt dann doch ein Unterschied.

Zur anschaulichen Darstellung habe ich aus den Daten des Ministeriums diese kleine Grafik erstellt.

Infografik über die Verteilung von Bio- und Nicht-Bio-Fleisch.

[17.04.] Demo gegen den Tierzirkus Charles Knie

Vom 17.04 – 22.04 wird Charles Knie wieder einmal in Münster seine Zelte aufschlagen. Mit im Gepäck: jede Menge Tierquälerei. Obwohl Tierzirkusse zusehends in die Kritik geraten und mit Zirkus Roncalli jüngst einer der größten Veranstalter davon abgerückt ist, weiterhin Tiere auszubeuten, zeigt Charles Knie sich aus Überzeugung uneinsichtig und treibt weiter sein perfides Geschäft auf Kosten der Tiere. Viele Worte müssen nicht verloren werden: Dem natürlichen Lebensraum entrissen fristen Zirkustiere ein tristes Dasein hinter Gitterkäfigen und in Transportern, sind ständigem Stress ausgesetzt und werden mithilfe schmerzhafter Trainingsmethoden dazu genötigt, artuntypische Bewegungen zu machen. Sowas ist völlig verzichtbar und gehört abgeschafft.

Am Mittwoch, den 17.04.19, wird es zum Auftakt zwei Vorstellungen geben, die wir jeweils zum Anlass nehmen wollen, Protest zu üben. Da die erste Vorstellung explizit an Familien gerichtet ist und wir daher mit vielen vielen Kindern rechnen, wollen wir besonders kinderfreundlich in Erscheinung treten. Bitte berücksichtigt diese Absicht.

Als wir vor zwei Jahren gegen den Zirkus demonstrierten, wurden wir außerdem und von uns völlig unerwartet von Nazis unterwandert, die sich zu uns gesellten und Flyer a la „Tierschutz ist Heimatschutz“ vetreilten. Wie damals werden wir Menschen dieses blaubraunen Schlages auch dieses Mal nicht dulden und notfalls eine antifaschistische Spontandemo ausrufen.

Kommt zahlreich und motiviert ♥

Grafik: Zeigt Tiger, der aus einem Käfig ausbricht mit dem Text "Artgerecht ist nur die Freiheit" unterlegt

„Ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert“

„Ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert“

Kaum eine Philosophie ist wie der Anarchismus verunglimpft worden, reduziert auf vermeintliches Chaos und Unordnung. Dabei haben sich Vertreter*innen des Anarchismus stets um eine positive Utopie der herrschaftsfreien, selbstorganisierten Gesellschaft bemüht. Das auch heute noch Menschen in Deutschland versuchen Anarchismus in der Praxis zu leben, zeigt Bernd Drücke in seinem Interviewband „Ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert“. Bernd Drücke ist vom Freundeskreis Paul Wulf und Redakteur bei der anarcho-pazifistischen Zeitung Graswurzelrevolution.

Das Anarchismus auch heute nicht nur etwas Theoretisches, sondern etwas Lebendiges ist, zeigen die zahlreichen im Buch dokumentierten Gespräche mit Aktivist*innen, Publizist*innen, Deserteur*innen, Kriegsdienstverweigerer*innen, Kabarettist*innen und weiterhin anarchistisch motiviert oder inspirierten Menschen.

Foto: Zeigt drei Personen auf der Bühne, die aus dem Buch vorlesen.

Daher haben wir Bernd zu einer Lesung eingeladen und mit weiteren bereitwilligen Aktivist*innen ausgewählte Interviews in der Baracke Münster präsentiert. Dazu gab es ein veganes Buffet von unseren Aktivis.

Vielen Dank an alle Spenden! Insgesamt haben wir 140€ eingenommen, wovon 50% an Bernd und 50% an den Tierrechtstreff Münster gehen.

Danke an Alle für den schönen Abend 🙂

Die ganze Lesung gibt es auf Münster Tube, vielen Dank!