[08.06.] Für eine Welt ohne Knäste!- Aber wie?

Für eine Welt ohne Knäste!- Aber wie?
Impulsvortrag mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Gefängnisse und Alternativen dazu“

Wann? 08.06. 18:30
Wo? Baracke

Gefängnisse gelten den meisten Menschen als alternativlose Institutionen. Sie dienen der Bestrafung sogenannter Krimineller und schützen die Gesellschaft vor übergriffigen Individuen, so der gesellschaftliche Tenor. Messen wir das „System Knast“ jedoch an seinem selbstformulierten Ziel, „den Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen“ (StVollzG NRW §1), erweist es sich als höchst ineffektiv – oder sogar kontraproduktiv. Das hat auch Foucault in seinem Klassiker der Gefängniskritik „Strafen und Überwachen“ erkannt und herausgearbeitet, dass die eigentliche Funktion von Gefängnissen eine ganz andere ist.
Wozu Gefängnisse dem modernen Nationalstaat dienen und wie eine Gesellschaft ohne Gefängnisse aussehen könnte, darüber wollen wir mit euch diskutieren. Eine Gefangenenschreibecke wird es zu diesem Anlass außerdem geben. Erscheint gerne zahlreich!

Nie wieder Faschismus!

Nie wieder Faschismus!

Heute gab es leider wieder einen Infostand der AfD in der Innenstadt von Münster.
Erfreulicherweise haben Antifaschist*innen friedlichen Widerstand geleistet und sich mit Regenschirmen vor dem Infostand positioniert. Die Passant*innen hatten immer noch die Möglichkeit den Stand zu erreichen und in Kontakt zu treten. Sie wurden lediglich freundlich darauf hin gewiesen, dass sie den Flyer gerne hier in den mitgebrachten Müllsäcken entsorgen dürfen, da aus ihnen noch Kunst entstehen solle. Dazu wurden Schilder gehalten mit der Aufschrift: „Hier kann rechter Müll entsorgt werden“. Viele Menschen allen Altersstufen beteiligten sich daran einen Flyer zu bekommen und ihn demonstrativ zu zerreißen und zu entsorgen. Zusätzlich kamen viele Passant*innen vorbei und bedankten sich für die Aktion gegen die AfD. Martin Schiller fotografierte Protestierende ohne ihre Erlaubnis, woraufhin er auf Befehl der Polizei die Fotos löschen musste. Ein weiteres Parteimitglied hat mehrfach geschubst, doch die Antifaschist*innen haben sich davon nicht provozieren lassen. Jemand von der AfD ist sogar so weit gegangen und hat „vergasen, vergasen!“ gerufen. Widerlich, wie konsequenzlos von Angehörigen dieser Partei auch noch die letzten Tabus gebrochen werden. Wie weit ist der Faschismus heran geschritten? Weiterhin entsetzlich ist die Antwort eines AfD Mitglieds, auf die Frage, ob es Ihm bewusst sei, dass in Libyen laut Aussagen von Ärzte ohne Grenzen und des deutschen Botschafters „KZ-ähnliche Verhältnisse“ in den Lagern vorherrschen. Die Antwort des Parteimitglieds war lediglich: „Aber das kann mir doch egal sein!“. Seltsam, fordert doch gerade die AfD die Asylverfahren in genau diese Länder zu verlagern.

Es ist wichtig, nicht einfach wegzuschauen sondern zu handeln, darum ist friedlicher Protest das Mittel der Wahl. Nach über einer Stunde friedlichen Protests wurden die Antifaschist*innen von der Polizei des Platzes verwiesen, ohne Personalienaufnahme.

Vielen Dank an alle die sich gegen Faschismus stellen.