Bericht Hambi-Demo 06.10.18

Foto zeigt Banner mit der Aufschrift "Stopp Kohle jetzt!"

Naturschutz gehört für uns zu Tierrechten und Tierbefreiung dazu. 
Nicht nur domestizierte Tiere brauchen unsere Stimme, auch die Lebewesen in der Natur sind auf uns angewiesen, besonders, wenn kapitalistische Großkonzerne ihre – und letztendlich auch unsere – Lebensgrundlage zerstören.
Aus diesem (und noch vielen anderen) Gründen hat sich ein großer Teil unserer Aktivist*innen am Samstag zur Großdemonstration für den Hambacher Wald aufgemacht. 
Der Wald steht dabei für viel mehr als sich selbst. Er ist zum Symbol geworden. Ein Symbol dafür, dass Konzerne keine Gewinne einstreichen können, während die Kosten von der Gesellschaft getragen werden. Ein Symbol dafür, dass vielen Menschen der Boden unter den Füßen und die Pflanzen und Tiere in ihrer Umgebung wichtiger sind als vermeintlicher günstiger Strom oder hohe Dividenden. Ein Symbol dafür, dass die Natur unser aller Lebensgrundlage ist und wir diese gegen gierige Manager und eine sterbende Branche verteidigen müssen.

Das Bild zeigt eine Sandkuhle.
Hier war RWE am Werk, jetzt ist alles eine tote Sandkuhle.

Über 50.000 Menschen kamen zu dieser Demo. 
Von Menschen, die bei der Besetzung des Hambis dabei waren, über Öko-Aktivist*innen, Anarchist*innen, Tierbefreier*innen, Umweltschützer*innen bis hin zu bürgerlichen Menschen mit ihren Familien.

Foto: Aus der Menge herausfotografiert, zeigt die Menschenschlange, die zum Demoort geht.
Eine scheinbar nicht enden wollende Gruppe an Menschen kam zur Demo

Wir freuen uns über eine solch rege Teilnahme von Aktivist*innen aus so vielen verschiedenen emanzipatorischen Kämpfen, aber auch, dass Menschen, die sonst vielleicht keine Demos besuchen, gemerkt haben, dass es sich lohnt für die eigenen Ideale auf die Straße (oder die Wiese) zu gehen.

Das positive Image des Hambis wurde auch von Parteien genutzt, ganz vorne mit dabei sind die Grünen.  Fast schon ironisch, könnte gemeint werden, haben die Grünen doch für die Abholzung des Hambis gestimmt.
Aber was tut eine Partei nicht alles für ein paar Wähler*innenstimmen.
Sie organisiert z.B. eine Anreise mit Bus, die über vier Stunden gedauert hat (und das gleiche zurück), damit die Demo vor Ort für sagenhafte 30 Minuten besucht werden konnte.
Wir hoffen, dass zumindest ein paar schöne Fotos für die Partei entstanden sind…

Eine Bitte zum Schluß:
Die Akitvist*innen arbeiten schon jetzt an neuen Barrikaden und Baumhäuser, und können sowohl Baumaterial als auch Verpflegung gut gebrauchen. Außerdem werden weiterhin Waldspaziergänge mit Führung angeboten. 
Dabei gilt natürlich: Auf den Wegen bleiben, keine Pflanzen platt treten und den Hinweisen der Aktivist*innen folgen (die kennen sich im Hambi aus!)
Weitere Infos hier.

Foto: zeigt einen Musiker mit mobilem Klavier.
Gute Stimmung kam durch die vielen musikalischen Beiträge!

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