[05.10.] Demo gegen Escada!

Gemeinsam mit der Offensive gegen die Pelzindustrie organisieren wir in dieser Herbst/Winter-Saison eine groß angelegte Demo gegen Pelz und das pelzverkaufende Unternehmen Escada.Wir treffen uns um 12 Uhr auf dem Stubengassenplatz in Münster, wo es eine Begrüßung, ein wenig zum Snacken und warme Getränke geben wird. So gegen 13 Uhr setzen wir uns dann in Bewegung durch die Fußgänger*innenzonen der Innenstadt und statten verschiedenen pelzverkaufenden Unternehmen Besuche ab.Kartenausschnitt mit der Demoroute
Wir starten auf dem Stubengassenplatz und laufen über die Ludgeristraße und am Aegidiimarkt vorbei. Dann geht es über den Domplatz und entlang des Prinzipalmarktes zum Pelzgeschäft Mersmann. Von dort aus kehren wir wieder zu Escada zurück, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.Seid gespannt auf einen kreativen Protest und bringt eure Freund*innen mit! Wir freuen uns auf euch.

Demo für Zirkusse ohne Tiere

„Tiere hinter Gittern ist doch Mist“ – U.a. diese unmissverständliche Zeile unseres extra zu diesem Anlass komponierten Liedes ertöne vergangenen Mittwoch unzählige Male direkt gegenüber dem Haupteingang von Charles Knie. Wir waren bunt, freundlich und zahlreich – der von Zirkus Charles Knie fleißig bemühte Mythos „militanter Tierschützer“ (äh okay?!) konnte unter diesen Umständen nicht aufrechterhalten werden. In einem zuvor in der WN (Überraschung…) publizierten Artikel wehrt sich Charles Knie gegen die Vorwürfe der Tierquälerei, indem darauf verwiesen wird, dass Gegner*innen von Tierzirkussen oft „aus menschlicher Sicht“ und „oft ohne Fachkenntnisse“ argumentieren.* Ja, es stimmt, menschlich ist es in der Tat, Freiheit für Tiere einzufordern und der unterstellte Mangel an Fachwissen ist zudem unerheblich, denn dass Lebewesen lieber in ihrem natürlichen Lebensraum denn hinter Gittern leben möchten, ist eine höchst banale und intuitive Erkenntnis. Das zu wissen, dafür braucht es kein zoologisches Studium, sondern allein Mitgefühl. Vielen Dank an alle, die da waren und die Demo unterstützt haben.

https://www.wn.de/Startseite/Startseite-Schattenressort/3743410-Zirkus-Charles-Knie-auf-dem-Schlossplatz-Katzenfluesterer-in-der-Manege

Wenn Tiere sprechen könnten..  Die Aktivis in Tierkostümen hielten folgende Plakate hoch: "Zirkus macht mich traurig" "Die langen Transporte stressen mich" "Ich will zu meiner Familie" "Ich will keine Kunststücke machen" "Mir ist so kalt hier in Deutschland" "Ich will frei sein" Wenn Tiere sprechen könnten..  Die Aktivis in Tierkostümen hielten folgende Plakate hoch: "Zirkus macht mich traurig" "Die langen Transporte stressen mich" "Ich will zu meiner Familie" "Ich will keine Kunststücke machen" "Mir ist so kalt hier in Deutschland" "Ich will frei sein"

[17.04.] Demo gegen den Tierzirkus Charles Knie

Vom 17.04 – 22.04 wird Charles Knie wieder einmal in Münster seine Zelte aufschlagen. Mit im Gepäck: jede Menge Tierquälerei. Obwohl Tierzirkusse zusehends in die Kritik geraten und mit Zirkus Roncalli jüngst einer der größten Veranstalter davon abgerückt ist, weiterhin Tiere auszubeuten, zeigt Charles Knie sich aus Überzeugung uneinsichtig und treibt weiter sein perfides Geschäft auf Kosten der Tiere. Viele Worte müssen nicht verloren werden: Dem natürlichen Lebensraum entrissen fristen Zirkustiere ein tristes Dasein hinter Gitterkäfigen und in Transportern, sind ständigem Stress ausgesetzt und werden mithilfe schmerzhafter Trainingsmethoden dazu genötigt, artuntypische Bewegungen zu machen. Sowas ist völlig verzichtbar und gehört abgeschafft.

Am Mittwoch, den 17.04.19, wird es zum Auftakt zwei Vorstellungen geben, die wir jeweils zum Anlass nehmen wollen, Protest zu üben. Da die erste Vorstellung explizit an Familien gerichtet ist und wir daher mit vielen vielen Kindern rechnen, wollen wir besonders kinderfreundlich in Erscheinung treten. Bitte berücksichtigt diese Absicht.

Als wir vor zwei Jahren gegen den Zirkus demonstrierten, wurden wir außerdem und von uns völlig unerwartet von Nazis unterwandert, die sich zu uns gesellten und Flyer a la „Tierschutz ist Heimatschutz“ vetreilten. Wie damals werden wir Menschen dieses blaubraunen Schlages auch dieses Mal nicht dulden und notfalls eine antifaschistische Spontandemo ausrufen.

Kommt zahlreich und motiviert ♥

Grafik: Zeigt Tiger, der aus einem Käfig ausbricht mit dem Text "Artgerecht ist nur die Freiheit" unterlegt

TV-Bericht: Wofür kämpfen Tierrechtler*innen?

+++ TV-Tipp: Wofür kämpfen Tierrechtler*innen? +++

Ende letzten Jahres haben wir auf einer unserer Veranstaltungen gegen ESCADA Besuch von einem WDR-Fernsehteam bekommen, das uns vor Ort nach unserer Motivation und den Zielen unseres Aktivismus‘ gefragt hat. Anlass dazu war ein Bericht, der die Qualität, den Sinn und die Realisierung des „Staatszieles Tierschutz“ untersucht – u.a. unsere Position dazu erfahrt ihr morgen Abend ab 18:15 bei Tiere suchen ein Zuhause.

Wer jedoch nicht warten mag, findet den Bericht schon heute unter diesem Link.

einen Text zum Thema findet ihr außerdem passend dazu veröffentlicht: Schadet Tierschutz den Tieren?

1000 Demonstrierende gegen 80 Kreuze

1000 Demonstrierende gegen 80 Kreuze

Gestern war es wieder so weit, alle Jahre wieder ziehen Abtreibungsgegner*innen und Neurechte beim sogenannten „1000 Kreuze Marsch“ durch Münster. Sie treten damit für ein fundamentalistisch-christliches Weltbild ein, tragen ein eingerahmtes Jesusbild und in etwa 80 Kreuze durch die Stadt, um damit Menschen, die eine Abtreibung durchmachen mussten bloßzustellen. Höhnisch tragen sie die Kreuze, welche die „ermordeten Kinder“ symbolisieren sollen voller Trauer durch die Stadt.

Das es hier nicht um den Schutz irgendwelcher Lebewesen geht, offenbart nicht nur der Blick auf die zahlreichen Pelzkrägen der „Anti-Choice“ Unterstützer*innen, sondern auch ein Blick auf ihre Internetpräsenz. Hinter dem vermeintlichen Zug für die „ermordeten Kinder“ verbirgt sich ein fundamentalistisch-christliches Weltbild, voller Wissenschaftsfeindlichkeit, Evolutionszweifelei und Akzeptanz einer alles bestimmenden „Gottesautorität“. Sie gehen damit sogar so weit, Schwangeren das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen und den Schwangerschaftsabbruch noch stärker als ohnehin schon zu kriminalisieren. Dass Schwangerschaftsabbrüche kein unproblematisches Thema sind, muss gesagt werden, dennoch sollte über das „bis wann“ und „wie“ nicht aufgrund irgendwelcher „christlicher Werte“ entschieden werden, denn diese Werte sind schlicht frei erfunden. Dennoch beharren die Fundamentalist*innen auf diesen vermeintlichen Werten, Homophobie und Trans-Feindlichkeit inbegriffen.

Um für sexuelle Selbstbestimmung und die Möglichkeit legaler Schwangerschaftsabbrüche einzutreten haben wir uns dem Gegenprotest angeschlossen. 1000 Menschen sind gekommen, um gegen den Fundamentalismus Stellung zu beziehen. Laut und bunt, begleitet von zahlreichen Reden und etwas Musik fand der Gegenprotest in der Innenstadt von Münster statt. Pro Familia, die kritischen Mediziner*innen, der DGB, das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Frauen*streikgruppe, der Tierrechtstreff und weitere Gruppen waren mit Reden vertreten. So beleuchtete Pro Familia die schwierige Situation Schwangerer in Anbetracht des aktuell herrschenden Informationsverbots. Die kritischen Mediziner*innen setzten sich dafür ein, Schwangerschaftsabbruch an den Universitäten nicht nur auf dem Plan stehen zu haben, sondern auch tatsächlich zu lehren, was bisher sehr selten der Fall ist. Besonders nah ging der Redebeitrag einer Frau, welche gerade eine Abtreibung hinter sich hatte. Sie betonte abermals, wie schwer es ist, überhaupt an Informationen über Schwangerschaftsabbrüche heran zu kommen, da Ärzt*innen aufgrund von §219a kostspielige Prozesse riskieren, wenn sie über Schwangerschaftsabbruch informieren. Sie war also allein mit den Informationen im Internet, fühlte sich durch die Stigmatisierung sogar als „baldige Straftäterin“ – da sind Schockseiten wie sie von der „Anti-Choice“ Bewegung produziert und auch beispielsweise von der AfD-Münster auf der eigenen Homepage geteilt werden, wirklich das Allerletzte. Collagen mit heulenden Frauen vor toten Babys, um es einmal auszuschreiben. Zum Glück handelt es sich dabei nur um Propaganda und die Frau war zufrieden mit der Entscheidung für ihren Schwangerschaftsabbruch.

Während also geredet wurde bereiteten sich einige vor, die „80 Kreuze“ vor der Lambertikirche lautstark zu empfangen, da hier der Marsch an der Gegendemo direkt vorbeizog. Die Menschen auf der Gegendemo haben das Recht auch als Gegendemo wahrgenommen zu werden. Da der Polizei unsere Rechte natürlich völlig egal sind (uns steht der Rechtsweg offen…) parkte die Polizei-MS ihre Einsatzwannen in geschlossener Reihe vor die Gegendemo, sodass die „80 Kreuze“ vorbeiziehen konnten, ohne die Gegendemo zu Gesicht zu bekommen. Mal wieder toll gemacht, danke fürs Partei ergreifen Polizei NRW Münster.

Dennoch war es eine gelungene Veranstaltung und dem fundamentalistischen Zug für die Kriminalisierung von Abtreibung konnte ein lautes, buntes, vielfältiges und wissenschaftlich-fundiertes Zeichen entgegengesetzt werden. Vielen Dank an das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster und an alle die dabei waren!