Video der Modenschau!

Hier nun unsere komplette Modenschau für euch zum Nachschauen!
Doch wie genau entsteht so eine Aktion? Bei einem Kreativtreffen haben wir gemeinsam überlegt, was alles vorbereitet werden muss. Dort konnten wir dann eine Checkliste erstellen und die ersten Aufgaben verteilen. Der Teppich wurde bestellt, die Anmoderation wurde verfasst und sogar die Seitenbegrenzungen wurden von einer handwerklich begabten Person gebaut. Wie ihr seht, werden die unterschiedlichsten Fähigkeiten gebraucht und alle die Lust hatten, konnten sich einbringen. Sobald alle Materialien bereitstanden und auch die Moderation durch ein paar schlaue Köpfe zusammengetragen war, konnte es los gehen. Die verschiedenen Kleidungsstücke wurden anprobiert und unsere Models geschminkt und ganz nebenbei wurde geübt, geübt, geübt!

Übrigens: Die Pelze haben wir zum großen Teil von Menschen gespendet bekommen, die mit ihren Erbstücken nicht mehr viel anfangen konnten. Gekauft haben wir davon selbstverständlich nichts.
Und, ihr hört es ja selbst, eine wichtige Aufgabe war es nicht nur die Musik auszuwählen, sondern auch die Technik zu bedienen.
Während der Modenschau wurden unsere selbst erstellten Pelzflyer verteilt, um den Passant*innen weitere Informationen mitzugeben.
Das Konzept der Modenschau haben wir uns übrigens nicht selbst ausgedacht, sondern wir konnten uns durch Aktionen von anderen Tierrechtsgruppen inspirieren lassen.

Ihr habt Lust euch aktiv für Tierrechte einzusetzen, eure Ideen mit einzubringen und kreativ zu werden? Oder ihr habt die Aktion gesehen und möchtet uns eure Anregungen mitteilen? Dann schreibt uns gern eine Nachricht und/oder kommt bei unserem nächsten Aktiventreff am 03.03.2019 im Jugendinformations und -bildungszentrum (JiB) vorbei und bringt euch mit ein! Bei uns habt ihr die Möglichkeit euch in einem sicheren Rahmen auszuprobieren, euch mit euren Ideen oder eurer Person einzubringen und Menschen zum Umdenken anzuregen.

Pelzaktion 16.02.19

Wir haben am vergangenen Samstag in der Ludgeristraße Münsters den roten Teppich ausgerollt, auf dem sich unsere Models zu lässiger Loungemusik in Pelz und Leder präsentierten.

Diese Szene lockte schnell zahlreiche, neugierige Passant*innen. Was allerdings auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Modenschau wirkte, entpuppte sich bald als Inszenierung einer kritischen Auseinandersetzung mit der Pelz- & Lederindustrie. Inhaltlich wurde das Ganze durch unsere Moderatorin mit Informationen rund um die Herkunft, „Herstellung“, Verarbeitung und die nicht selten mit dem Verkauf einhergehende Verbraucher*innentäuschung bei der Deklaration, gefüllt.

Die Location vor dem Laden „Münster Accessoires“ war kein Zufall: auch hier wurden zur Wintersaison unterschiedliche Kleidungsstücke mit Pelzbesätzen verkauft.

Diese Aktion erntete eine bunte Mischung aus interessierten, verwirrten, entsetzten und staunenden Blicken – negative Kommentare blieben aus.

Wir haben uns insgesamt über viel Interesse, sehr aufmerksam zuhörende Menschen und zum Schluss über Applaus freuen können.

Pelzdemo 15.12.18

Gestern sind wir mit in der Summe etwa 35 Teilnehmer*innen durch die proppevolle Münsteraner Innenstadt gezogen, um gegen den allgemein wiedererstarkten Pelzhandel zu demonstrieren. Dabei haben sich unsere Appelle sowohl an die Händler*innen als auch an die Konsument*innen gerichtet. So gab es Redebeiträge u.a. vor ESCADA und MERSMANN, gleichzeitig aber wurde die gesamte Demoroute entlang Infomaterial an die Passant*innen verteilt. Wie immer waren die Reaktionen unterschiedlich: Während die kritisierten Unternehmen durch Verrieglung und Überspielung des Protestes mit billiger Weihnachtsmusik die Auseinandersetzung scheuten, gab es am Rande der Demonstration immer wieder konstruktive Gespräche mit interessierten Passant*innen. Aber auch die üblichen und unbeholfenen Unmutserklärungen blieben nicht aus: „…aber Lederschuhe tragen!“ oder „macht mal lieber was für Kinder“ haben wir mehrfach zu hören bekommen. An dieser Stelle hilft ganz ausgezeichnet ein Zitat aus einem der gestrigen Redebeiträge zur Entkräftung der Anfeindungen:

„Um es hier einmal in aller Klarheit zu sagen: Kein Lebewesen, ob menschlich oder nicht-menschlich, ist dafür da, um fremdbestimmt Jemandes Zwecke zu dienen. Alles Lebende hat ein unantastbares Recht auf körperliche Unversehrtheit, Freiheit und Selbstentfaltung.“ In diesem Sinne bedanken wir uns für die Teilnahme und versprechen, dran zu bleiben!

 

Foto: Personen halten Frontbanner mit dem Spruch "Lebewesen oder Ware? Sag NEIN zu PELZ!" Foto: Demonstrierende Personen halten Banner mit dem Slogan "Escada tötet" hoch Foto: Demonstration zieht über den Prinzipalmarkt in Münster Foto: Gezzeigt wird ein Käfig aus der Pelzproduktion, in dem ein totes Tier liegt. Im Hintergrund ist das Geschäft Mersmann zu sehen

Gemeinsam gegen Pelz

Foto mit dem übergelegten Text: Gemeinsam gegen Pelz - 13 Uhr in der Stubengasse - 15.12.18

http://tierrechtstreff-muenster.de/Veranstaltung/gemeinsam-gegen-pelz/

Obwohl das Thema Pelz unserer Meinung nach keine Kontroverse mehr darstellen sollte, finden sich in Münsters Zentrum immer mehr Echtpelzkrägen, Bommel und sonstige Kleidungsstücke, die mit dem Fell ausgebeuteter Tiere besetzt sind. Der Pelzverkauf geht weiter in Geschäften wie Münster Accessoires, Escada und Mersmann. Das können wir nicht tolerieren.
Schließt Euch uns an bei unserer Laufdemo am 15.12.2018 ab 13 Uhr am großen Platz in der Stubengasse. Es wird Kunst- und Redebeiträge geben.
Erscheint zahlreich, aber lasst bitte Eure lieben Vierbeiner zu Hause; die werden sich da nicht wohlfühlen.

Wir freuen uns auf Euch,

Euer Tierrechtstreff Münster

Info: Es sollte selbstverständlich sein, dass jegliche Form der Diskriminierung (nicht nur bei der Demo) fehl am Platz ist und deshalb nich geduldet wird.

Demobericht – Escada Pelzfrei Nr. 2

„ESCADA ist schuldig, ESCADA macht mit, auf Kosten der Tiere ein Mordsprofit“ – da Escada weiterhin Pelz im SortimentFoto, anarichistische Flagge hängt am Münsteraner Rathaus führt und auch keine Anstalten macht, aus der lebensverachtenden Pelzindustrie auszusteigen, haben wir uns gestern zum wiederholten Male zum Protest vor Ort versammelt. Diesmal mit dabei: der WDR, der uns nach unseren Motiven, Forderungen und Erfahrungen befragt und einige Impressionen der Veranstaltung eingefangen hat. Das dürfte den Druck auf ESCADA weiter erhöhen. Doch unser Protest richtet sich natürlich nicht allein gegen ESCADA, sondern gegen die Logik systematischer Ausbeutung insgesamt, wie sie im Kapitalismus menschliche wie nichtmenschliche Tiere mitsamt deren Umwelt zielstrebig dahinrafft. Es braucht ein radikales Umdenken im Hinblick darauf, wie wir miteinander und der Erde, auf der wir alle Leben, umgehen. Wir müssen weg von dem Wahn, alles um uns und uns selbst allein nach ökonomischen Maßstäben der Verwertbarkeit zu bemessen und sollten stattdessen ein solidarisches Miteinander kultivieren; nur, wenn wir den Selbstwert allen Lebens inklusive der Natur anerkennen und aufhören, kopflos unsere Lebensbedingungen der Profitmaximierung zu opfern, ist eine befreite Gesellschaft möglich. Fragend und mit kleinen Schritten geht es voran. Danke auch an Neo C. für die musikalische Unterstützung

 

Foto, Personen halten ein Banner mit der Aufschrift "Wer Pelz trägt, trägt kein Statussymbol, sondern ein Armutszeugnis.

Foto, zwei Personen halten Banner mit der Aufschrift "Escada tötet"

Bericht Hambi-Demo 06.10.18

Foto zeigt Banner mit der Aufschrift "Stopp Kohle jetzt!"

Naturschutz gehört für uns zu Tierrechten und Tierbefreiung dazu. 
Nicht nur domestizierte Tiere brauchen unsere Stimme, auch die Lebewesen in der Natur sind auf uns angewiesen, besonders, wenn kapitalistische Großkonzerne ihre – und letztendlich auch unsere – Lebensgrundlage zerstören.
Aus diesem (und noch vielen anderen) Gründen hat sich ein großer Teil unserer Aktivist*innen am Samstag zur Großdemonstration für den Hambacher Wald aufgemacht. 
Der Wald steht dabei für viel mehr als sich selbst. Er ist zum Symbol geworden. Ein Symbol dafür, dass Konzerne keine Gewinne einstreichen können, während die Kosten von der Gesellschaft getragen werden. Ein Symbol dafür, dass vielen Menschen der Boden unter den Füßen und die Pflanzen und Tiere in ihrer Umgebung wichtiger sind als vermeintlicher günstiger Strom oder hohe Dividenden. Ein Symbol dafür, dass die Natur unser aller Lebensgrundlage ist und wir diese gegen gierige Manager und eine sterbende Branche verteidigen müssen.

Das Bild zeigt eine Sandkuhle.
Hier war RWE am Werk, jetzt ist alles eine tote Sandkuhle.

Über 50.000 Menschen kamen zu dieser Demo. 
Von Menschen, die bei der Besetzung des Hambis dabei waren, über Öko-Aktivist*innen, Anarchist*innen, Tierbefreier*innen, Umweltschützer*innen bis hin zu bürgerlichen Menschen mit ihren Familien.

Foto: Aus der Menge herausfotografiert, zeigt die Menschenschlange, die zum Demoort geht.
Eine scheinbar nicht enden wollende Gruppe an Menschen kam zur Demo

Wir freuen uns über eine solch rege Teilnahme von Aktivist*innen aus so vielen verschiedenen emanzipatorischen Kämpfen, aber auch, dass Menschen, die sonst vielleicht keine Demos besuchen, gemerkt haben, dass es sich lohnt für die eigenen Ideale auf die Straße (oder die Wiese) zu gehen.

Das positive Image des Hambis wurde auch von Parteien genutzt, ganz vorne mit dabei sind die Grünen.  Fast schon ironisch, könnte gemeint werden, haben die Grünen doch für die Abholzung des Hambis gestimmt.
Aber was tut eine Partei nicht alles für ein paar Wähler*innenstimmen.
Sie organisiert z.B. eine Anreise mit Bus, die über vier Stunden gedauert hat (und das gleiche zurück), damit die Demo vor Ort für sagenhafte 30 Minuten besucht werden konnte.
Wir hoffen, dass zumindest ein paar schöne Fotos für die Partei entstanden sind…

Eine Bitte zum Schluß:
Die Akitvist*innen arbeiten schon jetzt an neuen Barrikaden und Baumhäuser, und können sowohl Baumaterial als auch Verpflegung gut gebrauchen. Außerdem werden weiterhin Waldspaziergänge mit Führung angeboten. 
Dabei gilt natürlich: Auf den Wegen bleiben, keine Pflanzen platt treten und den Hinweisen der Aktivist*innen folgen (die kennen sich im Hambi aus!)
Weitere Infos hier.

Foto: zeigt einen Musiker mit mobilem Klavier.
Gute Stimmung kam durch die vielen musikalischen Beiträge!